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Software Entwicklung von Jürgen Goldan

Stand: 21.03.2019

        

Neustes:
- Version Teleskop V4.91
- Einstellungen TeenAstro sichern mit TeenAstroConfig.exe (neue Version 1.1)
- Unterstützung TeenAstro (FS3)

Ausführlicher Stand zu Updates unter Versionsinfo
Bei Problemen oder Fragen bitte Mail an Jürgen Goldan.

Übersicht:

1. Allgemeines
2. Features
3. Installation
4. Aufruf und Start
5. Bedienung
6. Funktionen
7. Objekte
8. Alle Kommandos
9. Unterstütze Montierungen
10. Downloads

1. Allgemeines

Die aktuelle Windows-Version wird mit Microsoft VS2017 erstellt und ist abgeleitet von einer früheren Version auf ATARI 1040ST. Funktionalitäten sind weitestgehend erhalten geblieben. Die damalige Dokumentation von 1995 liegt hier.

Das Programm wird ein einer Konsole betrieben, ohne Graphik und Maus. Ich halte eine übliche Windows Anwendung mit einer Maus nachts bei Kälte als nicht sehr praktikabel. Die Steuerung des Programmes kann mit wenigen Tasten (vor allem die Space) gesteuert werden, aber auch mit einem GamePad.

Das Programm zeigt sich wie:

    

Der Bildschirm gliedert sich in verschiedene Bereiche:
Objektmit Informationen zum gesetzten Objekt
MEZ/MESZder aktuellen Uhrzeit
STZdie momentane Sternzeit
AstronomischKoordinaten der Montierung (sind nicht genau die Objektkoordinaten)
MontierungStundenwinkel und Deklination der Montierung (Teilkreise)
Menueist das Hauptmenü (Aktivierung durch Space)
Objektist das Menü zur Auswahl von Objekten für Positionieung und Initialisierung
Statusmit Programmstatus und Informationen an den Nutzer

Anmerkungen
Ich übernehme keine Haftung für Schäden an Fernrohren, Montierung und Zubehör welche sich durch fehlerhaftes Fahren der Montierung ergeben. Beim Positionieren des Fernrohres immer auf einen freien Schwenkbereich zu achten. Durch Fehlsteuerungen (falsche Lage) kann das Teleskop gegen die Säule oder Montierung gefahren werden.

2. Features

Nutzung des LX200 Protokolls
Anfahren von Planeten, Kleinplaneten, Kometen, Satelliten, irdischen und anderen Objekten
Objekte werden in editierbaren Dateien gehalten
Initialisieren des Teleskopes mit allen Objekten möglich, durch irdische damit auch am Tage zu starten
Anfahren von Objekten am Taghimmel
Durch Parkposition späteres sofortiges Starten des Teleskopes möglich
Auslösung einer Kamera über Zusatzkabel (Klinkenstecker)
Einfach Darstellung des sichtbaren Himmels mit Objektauswahl
Batchfähigkeit aller Funktionen
Bestimmung der Aufstellungsfehler (SUPER-Mode)
Steuerung über GamePad möglich (auch kabellos)
Beobachtungsprotokoll aller ausgeführten Funktionen/Objekte mit Notizen

3. Installation

Das Programm wird über ein Setup installiert. Als erstes erfolgt die Abfrage des Installationsverzeichnisses. Hier sollte nicht ein übliches Verzeichnis unter C:\Programme genutzt werden, da diese Verzeichnisse ab Windows 7 immer schreibgeschützt sind und es keine Schreibrechte gibt. Es sollte ein Verzeichnis auf einer sekundären Partition wie D: genutzt werden. Dann erfolgt die Abfrage der Optionen:

    
Es sollten alle zusätzlichen Datendateien und Objekte erstmalig installiert werden. Einträge im Startmenü werden angelegt. Nach der Installation werden folgende Dateien und Verzeichnisse angelegt:

    Datei/VerzeichnisnötigBeschreibung
   TeleskopHauptverzeichnis
      Teleskop.exe  X  Hauptprogramm TELESKOP
      Teleskop.rsc  XNGC und IC Objekte (binaer)
      XInput9_1_0.dllDll für GamePad (nicht unter XP)
      Messier.kat  Xalle Messier Objekte
      Stern.kat  X60 helle Sterne zum Intialisieren (Quelle: FK4)
      Sternbild.kat  Xalle Sternbilder
      Ost.datTabelle mit Offenen Sternhaufen
      Kst.datTabelle mit Kugelsternhaufen
      Ga.datTabelle mit Galaxien
      Nebel.datTabelle mit Nebeln
      Doppel.datTabelle mit Doppelsternen
      Mehrfach.datTabelle mit mehrfach Doppelsternen
      Sonder.datTabelle mit besonderen Objekten
      Publik.datTabelle mit gängigen Objekten
      *.jobJobs mit Kommandos zum Ablauf von Funktionen
      Setup.teleskop  XEinstellungsdatei (default)
      Listeeigene Objektliste
      Komando.txtListe der letzen Befehle der Kommandozeile (erst nach erstem Start)
      SimplePhotoViewer.exeProgramm zur Bildanzeige (VIEW)
      Click.exeProgramm zum Auslösen einer DSR-Kamera
      Sky.exe  XProgramm für Himmelsansicht
      GfaWin23.Ocx  XOCX-Datei für Sky.exe (GfA-Basic)
      Sky.var  XSterne für Sky.exe (binaer)
      Sky.dat  XSternbilder und Abschattungen für Sky.exe
   Teleskop\ObjekteVerzeichnis mit Objekten
      Pluto.kpl  XBahnelemente für Pluto
      *.kplBahnelemente für Kleinplaneten
      *.komBahnelemente für Kometen
      *.tleTwoLineElements Dateien für Satelliten
   Teleskop\StbVerzeichnis mit Dateien zu Sternbildern
      *.datTabelle mit Objekten je Sternbild
   Teleskop\ImageVerzeichnis mit Bildern der Objekte (Planeten, Messier, NGC)

Das Programm startet in einer Konsole. Die Konsole sollte mindestens 80x25 Zeichen besitzen. Die Größe kann auch zur Laufzeit geändert werden. Kurzzeitig siehen dann die Ausgaben verstellt aus, wird aber automatisch wieder aktualisiert.
Als Zeichensatz 'Lucida Console' oder 'Consolas' auswählen, keinen Rasterzeichensatz (griechische Zeichenfehlen dann), die Fontgröße nach belieben. Alles unter Eigenschaften der Konsole einzustellen.

Bei Startproblemen von Windows, muss eventuell die aktuelle Runtime für Microsoft VC2017 installiert werden.

4. Aufruf und Start

Wird das Programm ohne ein Argument gestartet, so wird die Setup.teleskop Datei geladen und diese Einstellungen genutzt. Da alle Dateien mit der Endung *.teleskop durch das Setuo mit dem Programm TELESKOP verknüpft sind, kann durch Doppelklicken einer *.teleskop Datei das Programm TELESKOP mit diesen Einstellungen als Argument gestartet werden.

In der Einstellungsdatei sind die Koordinaten, Daten zur Montierung und genutzt Einstellungen gespeichert. Diese Datei kann auch vom Programmgeschrieben werden, wodurch Änderungen übernommen werden.
Durch Kommentarzeilen (# ..) erklärt sich diese Datei selbst.

Das Programm versucht sich sofort mit der gesetzten Montierung zu verbinden. Gelingt dies nicht, dann im Menü die Funktion COM-Port wählen und die richtige Einstellung wählen. Das Speichern der Einstellungen mit der Funktion Setup speichern sichern für den nächten Start des Programmes.

Als nächstes müssen die aktuellen Ziel-Koordinaten des Fernrohres gesetzt werden. Die erfolgt über die Funktion Initialisieren... Dies kann im Menü mit anschließender Auswahl eines Objektes, über Koordinaten Stundenwinkel+Deklination der Montierung oder über Rektaszension+Deklination eines astromonischen Objektes. Zum genausten Initialisierung sind im Programm 60 helle Sterne enthalten, welche sich gleichmäßig über den gesammt Himmel verteilen. In dem genutzten Sternkatalog (Datei Stern.kat) sind auch die Eigenbewegungen hochgenau hinterlegt.
Beim Start des Programmes wird zuerst nach der Initialisierung der Parkposition gefragt. Die Parkposition wird in der Einstellungsdatei hinterlegt. In dem Programm ist das besondere, dass auch irdische Objekt am Horizont über Azimut und Höhe hierzu genutzt werden können (siehe Kap. 6.4 Parkposition).
Die Initialisierung des Teleskop kann immer im Laufe einer Beobachtungsnacht wiederholt werden.

5. Bedienung

Der normale Betrieb des Programmes ist in der Handsteuerung. Hierin kann das Teleskop bewegt werden.
Zur weiteren Steuerung des Programmes werden nur wenige Tasten benötigt:
  - Leertaste zum aktivieren der Menüs und Auswahl in einem Menü,
  - Enter zum Bestätigen einer Auswahl im Menü (geht auch mit Leertaste),
  - Pfeiltasten zum Bewegen im Menü, Tasten Links/Rechts springen zum Anfang/Ende im Menü,
  - Pfeiltasten steuern auch das Teleskop in der Handsteuerung (schneller),
  - ESC bricht alle Funktionen ab und geht zurück in die Handsteuerung,
  - Die Tasten C, D, E, F, I, K, L, H, N, O, P, R, S, 1, 2, 3 erlauben eine schnelle Auswahl im Hauptmenü (durch helles Zeichen im Menü angedeutet).
All diese Funktionen können auch mit einem GamePad über dessen Tasten und seinen Joysticks gesteuert werden.

    

Über die farbigen Taster sind die Funktionen OK, Esc, POS.. und SKY direkt möglich.
Zum Fahren des Teleskops sind 3 Geschwindigkeitsstufen möglich (Standard LX200). Mit dem Analogstick (links) kann direkt gefahren werden über alle drei Stufen durch Auslenkung. Das D-pad daneben begrenzt das Fahren auf Stufe 1 für das genauere Anfahren eines Objektes. Beim rechten Analogstick wird die Geschwindigkeit auf die Stufe 2 begrenzt für langsames Fahren.
Blättern in den Menüs ist mit allen Sticks auch möglich. Dabei bewegt sich der aktive Balken über hoch/runter und mit links/rechts zum Anfang oder Ende des Menüs.
Steigerung ist die kabellose Version des GamePads über BlueTooth. Damit gibt es keinen Kabelsalat mehr am Teleskop.

6. Funktionen

Der zentrale Kern des Programmes ist eine Kommandozeile, über die alle Funktionen gesteuert werden. Die Kommandozeile kann direkt eingegeben werden und das Programm könnte damit vollständig gesteuert werden. Da dies aber zu umständlich ist, gibt es natürlich ein "graphisches" Menü für die wichtigsten Funktionen.

Durch die Leertaste wird das Haupmenü aktiviert (im Titel des Menüs sichtbar). Da das Hauptmenü mehr Titel als dargestellt enthält, sind insgesammt 3 Menüs eingerichtet. Diese können durchgeschaltet werden im Menüs oder durch die Tasten 1-3.
Nach Auslösung der Funktionen Positionieren oder Initialisieren gelang mit an das rechte Objektmenü zur Auswahl eines Objektes oder auch Eingabe von Koordinaten.
Intern wird die Kommandozeile dann durch den Interpreter ausgewertet und die Funktionen ausgeführt. Alle Befehle, welche dem Interpreter unbekannt sind, werden als externes Programm ausgeführt. Damit ist das Programm offen für zusätzliche Funktionen.
Der Programmaufbau ist in dieser Darstellung (noch auf Atari erstellt) bildlich dargestellt:

    

Hier gehts zur Auflistung aller Befehle und hier eine kurze Dokumentation mit den wichtigsten Funktionen des Programmes TELESKOP.

Hier nun wichtige Funktionen des Programmes im Detail:

6.1 Jobs

Die obigen Kommandozeilen können auch aus einer Datei (*.job) dem Interpreter übergeben werden. Damit können automatische Vorgänge, auch zeitlich gesteuert, ausgeführt werden. Dies können auch Beobachtungsfolgen sein, auch mit photographischer Auslösung (Kommando CLICK).
Beispiele hier als Endlos_03sec.job, Click_Serie_6x20.job, Test.job.

6.2 Himmelsübersicht

Mit der Funktion Sky im Menü oder Taste S wird ein externes Programm zur Darstellung des aktuellem Sternhimmel mit Sternbildern, Milchstraße, Initialisierungssternen, Messier-Objekte und Planeten (alles wählbar) gestartet. Alle Objekte können für die Steuerung zum Anfahren ausgewählt werden.
Hinzugekommen sind hier noch Abschattungen. Das Programm kann auch autark gestartet werden.
Die Infos zur Steuerung zum Programmes (Zeiten können geändert werden) sind rechts neben der Himmelsdarstellung gezeigt.
Dies Bild zeigt die Abschattungen auf der Volkssternwarte Hannover:

    

6.3 Aufstellungsfehler bestimmen

Im Super-Mode wird mit der Initialisierung von Sternen (max. 20) die Berechnung der Aufstellungsfehler durch eine Ausgleichung genutzt. Aktivierung im Menü oder durch das Kommando SUPER.
Eine Protokolldatei nach dem Anfahren und Initialisierung von 10 Sternen liegt hier.
Die Ausgabe enthält zunächst die ermittelten Werte für die Aufstellungsfehler mit den Genauigkeiten (s0=Gesamtgenauigkeit) und eine Tabelle mit den genutzten Sternen: Lfnd.Nr., Objekt, Lage1/2, Jul.-Datum, Stundenwinkel[h], Dekl.[°], Fehler Stw['], Fehler Dekl.['], Genauigkeit des Sterns ['] und dem Objektnamen.
Die vom Programm ermittelten Aufstellungsfehler sind hier gezeigt:

    


Die Fehler sind:
  - Errmaz ist der Azimutfehler, die Abweichung zu Nord.
  - Errmel ist der Elevationsfehler, die Abweichung der Polhöhe.
  - Errmoa ist die Abweichung der opt. Achse zum rechten Winkel zur Deklinationsachse.
  - ErrFrq ist der Frequenzfehler als Faktor um auf die Soll-Nachführfrequenz zu kommen.
  - Stw0, Delta0 sind Offsetwerte für die Motoren (aus Initialisierung).
Diese im Super-Mode ermittelten Fehler können in der genutzten Teleskop-Datei eingetragen werden. Die Einheiten sind in Bogenminuten.
Hier ist ein Auszug aus dem Protokoll mit dem Ergenis einer SUPER-Fahrt mit 10 Sternen für die Aufstellung auf meinem Balkon.

6.4 Parkfunktion

Eine wichtige Funktion ist das Parken des Teleskopes. Diese Position wird im Setup gesetzt, wobei das Programm mit dieser Position auch startet. Da auch Positionen als Azimut mit Höhe genutzt werden können, nutze ich als Parkposition den Schornstein des Kraftwerkes Leinhausen in Hannover.

    

Dieses Ziel ist gut bei Tage, als auch bei Nacht einzustellen. Hiermit kann ich am Tage auch astronomische Objekte (Merkur, Venus, helle Sterne) beobachten!
Beim Anfahren der Park-Position ist zu beachten, dass die Montierung eventuell nicht stoppt (es gibt keinen Befehl hierzu unter LX200) und manuell ausgeschaltet werden muss.

6.5 Nachtmodus

Für den Nachtbetrieb kann der Screen gedimmt werden (im Menü oder Taste D), hier gezeigt ein Scrren mit den Programm-Infos
mit meinen Einstellungen:

    

Durch die Funktion Farbmodus ändern im Menü oder dem Kommando COLOR können die Farben des Programmes auch invertiert werden.

6.6 Kamera auslösen

Mit diesem Zusatzprogramm Click.exe als Konsole (Kommando click) kann über einen COM-Port eine DSR-Kamera ausgelöst werden.
Argumente sind die Dauer in Sekunden plus optional die Nummer des COM-Ports. Ohne die Port-Vorgabe wird der nächste freie Port genutzt.
Aufruf: click Sec Port. Ohne Argumente wird 0,5 Sekunden ausgelöst. Auf dem COM-Port wird RTS und DSR für die Dauer auf High gesetzt.

7. Objekte

Ein großer Teile der Objekte kann über das Menü ausgewählt werden. Alle Objekte werden in einem Kommando auch interpretiert. Genutzt werden die Objekte für die Kommandos POS .. und INIT .. .
Als Objekte sind möglich:

Anzahl ArgumenteBeispielBedeutung
1pluto
  !ISS
ist der Name eines Objektes wie Sonne, m13, ngc2354, halley, ..
  ist das erste Zeichen ein '!' so wird ein Satellit in den TLE-Dateien gesucht (groß/klein wichtig)
232.5 12sind Südazimut und Höhe (°)
2+1 -0mit Vorzeichen sind Differenzen (°) für Südazimut und Höhe
42 46.2 56 23Stundenwinkel (hh mm.mm) und Deklination (° ')
4+0 10 -4 0mit Vorzeichen sind Differenzen (° ') für R.A. und Deklination fahren
62 34 1 -12 53 0sind R.A. (h m s) und Deklination (° ' ")
72 34 1 -12 53 0 2000wie 6 Argumente, aber noch mit Jahr des Äquinoktiums

Für ein Objekt können noch Schlüssel folgen. Damit wird z.B. das Sternbild, die Entfernung und anderes gesetzt. Diese Schlüssel sind eine Argument mit einem folgenden Steuerzeichen. Nach einem ':' folgt ein Kommentar, welcher im Objektfenster angezeigt wird. Hier die möglichen Elemente:

SteuerzeichenBeispielBedeutung
SSObjekt ist ein Stern
DDObjekt ist ein Doppelstern
MMObjekt ist ein mehrfach Doppelstern
PlNPlNObjekt ist ein Planetarischer Nebel
EEObjekt ist ein Emmissionsnebel
OStOStObjekt ist ein offener Sternhaufen
KStKStObjekt ist ein Kugelsternhaufen
GaGaObjekt ist eine Galaxie
,boo,(=Komma) Abkürzung 3 Zeichen des Sternbildes
m5.8mHelligkeit eines Objektes in Magnitudo
b8.9bHelligkeit des Begleiters eines Doppelsterns
p310pPositionswinkel zum Begleiter eines Doppelsterns
l80000lEntfernung in Lichtjahren
'40'Durchmesser Objekt oder Abstand eines Doppelsternes in [']
"23.4"Durchmesser Objekt oder Abstand eines Doppelsternes in ["]
::Teekessel, 5x5 GradKommentar zum Objekt

Beispiel eines Objektes aus der Datei Sonder.dat:
17 57 48 +04 41 36 2000 S 9.5m 5.98l :Barnards Star, 10.29"/a

Durch POS !ISS und nachfolgend RUN Endlos_3sec.job kann die ISS beobachtet werden. Dies gelingt auch am Taghimmel!. Diese Befehle können auch einfacher in den Menüs ausgelöst werden.
Eine Beobachtung der ISS habe ich mit der Canon als Film festgehalten. Hier ist die Bewegung und das Nachführen nach 3 Sekunden zu sehen.
Für Satellitenpositionen habe ich Code der 'libpredict' von
Github genutzt. Copyright 2015 Asgeir Bjørgan (LA9SSA) , eine Free Software zur Verarbeitung der TLE-Dateien. Für Teleskop müssen die Dateien statt als TXT Extension zu TLE Extension umgesetzt werden. Die Dateien können aus dem Internet geladen werden.
Ansteuerung der Satelliten geht zur Zeit nur über die Kommandozeile. Satelliten werden durch ein voranstellen von einem '!' ermöglicht. Über den Job 'Endlos' kann das Teleskop dann den Satelliten in einer Zeitschleife folgen.

8. Alle Kommandos

Kommandos werden im Hauptmenü mit Kommando am unteren Rand der Console eingegeben. Über die Pfeiltasten hoch/runter können bisherige Kommandos wiedergeholt werden. Hier eine alphabetische Liste aller möglichen Befehle. Groß/Kleinschreibung ist egal, hier aber das Kommando immer als GROSS gezeigt:

Kommandoüber MenüBedeutung
BEEP Beep-Ton erzeugen (für RUN praktisch)
CLICK XAuslösung der DSR-Kamera über COM-Port. Argumente: Dauer [Port [Pause]]
CLS Bildschirm wiederherstellen
COLOR XWechselt die Farbdarstellung schwarz/weiss
DEBUG XDebug-Ausgaben ein-/auschalten
DEL [n] letztes oder Nr. n der Initialisierungsobjekte löschen (für SUPER)
DIM XWechsel in den Nachtmodus
FILE=datei XSetzen der Datendatei (def. LISTE) mit Objekten
FLIP Fernrohrlage für Arduino wechseln
FOLLOW=[0/1] Das Folgen des Objektes setzen oder abfragen
HELP XÜbersicht aller Befehle
INFO XInformation zu den Einstellungen und Programm
INIT objekt XPosition auf Objekt setzen
INIT LOAD nr Xauf das Objekt nr in der Datei initialisieren
KALIB Testfahrten der Motoren unter gearing (s. Protokoll)
LS [Pfad] Verzeichnisinhalt anzeigen
MAN [sec][[hh]:ss] Manuelle Steuerung für sec Sekunden oder absoluter Zeit
  bei Zeiten sind Platzhalter * möglich
  Beispiele:
    man 21:45 wartet bis 21:45:00
    man :*0 wartet bis nächster voller 10er Minute
    man :** warte bis nächster voller Minute/td>
MAN=freq Die max. Frequenz für manuelles Fahren abfragen/td>
NOTE text.. Notiz ins Protokoll schreiben
PARKEN XTeleskop in Parkposition fahren und stoppen (SLEEP)
PORT XAuswählen eines COM-Ports über Menü
PORT= Port der Steuerung ändern (COM1, COM4, ..)
POS objekt Xauf Objekt fahren
POS LOAD nr Xauf das Objekt nr in der Datei fahren
PROTO XProtokollierung ein/aus (in Datei yymmdd_Protokoll.txt)
QUIT XVerlassen des Programms nach Abfrage
RESET erneutes Einlesen der Einstellungsdatei *.teleskop
RUN datei [n]X'datei' enthält Kommandos und wird ausgeführt, opt. Start ab Zeile n,
  Befehl 'GOTO zeile' für Sprung in Zeile möglich
  Befehl SET setzt Variablen (max. 10, wie: SET Time=20)
  Ausgabe dann mit %var% (wie in Kommandozeile Windows)
  Rechnen ist möglich mit +, -, =, <, >, (letzte liefern 1 oder 0)
  IF Abfrage THEN Befehl
  Globale Variablen:
    %OBJ_NAME% für Objektnamen
    %OBJ_MAG% für Objekthelligkeit in mag
    %OBJ_AZIMUTH% für Objekt Azimut
    %OBJ_HEIGHT% für Objekthöhe in Grad
  Es können in einem Job andere Jobs aufgerufen werden
  Beispiele:
    SET Nr=Nr+1
    IF Nr>10 THEN GOTO 20
    NOTE Angefahren %OBJ_NAME%, Hoehe=%OBJ_HEIGHT%
SATBEFORE=[sec] Vorausfahren auf Satelliten in sec setzen oder abfragen
SAVE XEinstellungsdatei *.teleskop speichern
SAVEPOS Xaktuelle Position speichern (s. FILE=)
SEND ... String ... an seriellen Port senden
SHOW Koordinatenanzeige ein/aus
SLEEP Montierung wird gestoppt (nur Arduino)
SKY Xeinfache Himmelsansicht mit akt. Position (Sky.exe)
STATUS [text] Text im Statusfenster ausgeben
STOP Motoren stoppen (Not-Halt)
SUPER [datei]Xerweiterte Initialisierung mit Aufstellungsfehler ein/aus
  'datei' enthält Ausgaben einer Initialisierung (aus Protokoll)
SWAP alpha|delta Logik der Fahrtrichtungen wechseln
UPDATE Bahnelemente für Satelliten per Internet aufdatieren (Visual.tle)
VAR XVariablen anzeigen (für SUPER)
VIEW XAnzeige der Positionierungsobjekte (Bild) anzeigen (ein/aus)
ZEIT Stellen der PC-Uhrzeit

9. Unterstütze Montierungen

Die Motoren werden über das LX200 Protokoll angesteuert. Kompatibel mit:

  - LittleFoot Vpower von Anand Rajiva (Seite nicht mehr erreichbar)
  - Arduino mit Stepper Motor Shield und Software dSPIN_TELESCOPE von Igor Vlasic
  - Anleitung zum Bau einer Arduino-Box, mit Teileliste bei Reichelt
  - FS2 von Michael Koch. Achtung: Die Fernrohrlage muss über die FS2 noch immer manuell umgesetzt werden
  - TeenAstro (FS3) ein OpenSource Projekt von Charles Lemaire
  - andere Teleskope mit LX200 Protokoll
  - ein ASCOM Treiber ist in Vorbereitung

  Zubehör
  - Schrittmotoren bei Oriental motor
  - Zahnriemen und Zahnscheiben Typen HTD 3M 1F mit 9mm Breite bei Mädler

10. Downloads


Aktuelle Bahnelementedateien zum Ablegen in das Verzeichnis Objekte


Wenn dieses Programm gefällt, so würde ich mich sehr über eine Spende freuen.
Diese kann hier leicht über PayPal erfolgen.

Meine eigene Montierung

Ich selbst besitze eine NP Montierung, umgerüstet mit 2 Schrittmotoren Oriental PX245M-02A (400 Schritten). Das Bild zeigt die Montierung mit einem Refraktor 80/540mm (Selbstbau).

    

Der Antrieb erfolgt über Zahnriemen 9mm (Mädler) über ein Getriebe von 16 und 30 Zähnen. Daten:
Die Motoren laufen mit 128 Mikroschritten und können mit einer Geschwindigkeit von 200fach positioniert werden. Eine volle Umdrehung des Teleskopes dauert 7 min. Ansteuerung über einen Arduino UNO (mit Software von Igor Vlasic) mit Stepper Motor Shield, 12V. Steuerung über Windows-Software TELESKOP. Hier ein Beispiel zum Fahren (Simulation von t=03h00, Dekl=-20:00 zum Zenit und wieder zurück, in echter Geschwindigkeit):

Zum Starten auf das Bild klicken:


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