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Software Entwicklung TELESKOP Jürgen Goldan

Software Entwicklung von Jürgen Goldan

Stand: 15.12.2017
- Satellitenpositionen über TLE-Dateien (Two Line Elements) unter Verzeichnis Objekte. Satelliten können bisher nur über die Kommandozeile genutzt werden ('pos !ISS' oder 'init !ISS')
- Umstellung auf Visual Studio 2017, daher eine neue Redistrubution nötig
- Neue Version Teleskop V4.74, interne Version auch unter Linux

Siehe auch Versionsinfo. Hier zu den → Downloads.

Bei Problemen oder Fragen bitte Mail an Jürgen Goldan.

Abgeleitet von einer früheren Version auf ATARI 1040ST. Funktionalitäten sind weitestgehend erhalten geblieben.
Die damalige Dokumentation von 1995 liegt hier.

    

Achtung:
  - Eigenschaft der Konsole auf mindestens 80x25 Zeichen setzen!
  - Als Zeichensatz 'Lucida Console' oder 'Consolas' auswählen. Fontgröße nach belieben.
  - Eventuell muss die Runtime für MSVC2017 installiert werden.

Zur Steuerung des Programmes werden nur wenige Tasten benötigt:
  - Leertaste zum aktivieren der Menüs und Auswahl im Menü,
  - Enter zum Bestätigen einer Auswahl im Menü (geht auch mit Leertaste),
  - Pfeiltasten zum Bewegen im Menü, Tasten Links/Rechts springen zum Anfang/Ende im Menü,
  - Pfeiltasten steuern auch das Teleskop in der Handsteuerung (schneller) oder Foto-Nachführung,
  - ESC bricht alle Funktionen ab und geht zurück in die Handsteuerung,
  - Die Tasten C, D, E, F, I, K, H, N, P, R, S, 1, 2, 3 erlauben eine schnelle Auswahl im Hauptmenü (durch helles Zeichen angedeutet).
All diese Funktionen können auch mit einem GamePad über dessen Tasten und seinem linken Joystick gesteuert werden.

    
Über die farbigen Taster sind die Funktionen OK, Esc, POS.. und SKY direkt möglich. Mit dem Analogstick (links) kann direkt gefahren werden. Das D-pad begrenzt das Fahren auf max. Foto-Geschwindigkeit für das genauere Anfahren eines Objektes. Mit beiden Sticks ist das Blättern in den Menüs möglich.

Für den Nachtbetrieb kann der Screen gedimmt werden (Taste D), hier mit den Programm-Infos
mit meinen Einstellungen:

    

Hier liegt eine kurze Dokumentation mit den wichtigsten Funktionen des Programmes Teleskop.

Für Satellitenpositionen habe ich Code der 'libpredict' von Github genutzt. Copyright 2015 Asgeir Bjørgan (LA9SSA) , eine Free Software zur Verarbeitung der TLE-Dateien. Für Teleskop müssen die Dateien statt als TXT Extension zu TLE Extension umgesetzt werden. Die Dateien können aus dem Internet geladen werden.
Ansteuerung der Satelliten geht zur Zeit nur über die Kommandozeile. Satelliten werden durch ein voranstellen von einem '!' ermöglicht. Über den Job 'Endlos' kann das Teleskop dann dem Satelliten in einer Zeitschleife folgen.

Der Aufbau der Programmsteuerung ist in dieser Darstellung (noch auf Atari erstellt) bildlich dargestellt:

    

Der zentrale Kern des Programmes ist eine Kommandozeile, über die alle Funktionen gesteuert werden. Die Kommandozeile kann direkt eingegeben werden und das Programm könnte damit vollständig gesteuert werden. Da dies aber zu umständlich ist, gibt es natürlich ein "graphisches" Menü für die wichtigsten Funktionen.
Die Kommandozeile wird dann durch den Interpreter ausgewertet und die Funktionen ausgeführt. Alle Befehle, welche dem Interpreter unbekannt sind, werden als externes Programm ausgeführt. Damit ist das Programm offen für zusätzliche Funktionen.
Diese Kommandozeilen können auch aus einer Datei (*.job) dem Interpreter übergeben werden. Damit können automatische Vorgänge, auch zeitlich gesteuert, ausgeführt werden. Dies können auch Beobachtungsfolgen sein, auch mit fotographischer Auslösung (Kommando click).
Eine wichtige Funktion ist das Parken des Teleskopes. Diese Position wird im Setup gesetzt, wobei das Programm mit dieser Position auch startet. Da auch Positionen als Azimut mit Höhe genutzt werden können, nutze ich als Parkposition den Schornstein des Kraftwerkes Leinhausen.

    

Dieses Ziel ist gut bei Tage, als auch bei Nacht einzustellen. Hiermit kann ich am Tage auch astronomische Objekte (Merkur, Venus, helle Sterne) beobachten!
Beim Anfahren der Park-Position ist zu beachten, dass die Montierung nicht stoppt (es gibt keinen Befehl hierzu unter LX200) und manuell ausgeschaltet werden muss.

Im Super-Mode wird die Initialisierung der Sterne zur Berechnung der Aufstellungsfehler durch eine Ausgleichung genutzt.
Eine Protokoll-Datei nach dem Anfahren und Initialisierung von 10 Sternen liegt hier.
Die Ausgabe enthält zunächst die ermittelten Werte für die Aufstellungsfehler mit den Genauigkeiten (s0=Gesamtgenauigkeit) und eine Tabelle mit den genutzten Sternen: Lfnd.Nr., Objekt, Lage1/2, Jul.-Datum, Stundenwinkel[h], Dekl.[°], Fehler Stw['], Fehler Dekl.['], Genauigkeit des Sterns ['] und dem Objektnamen.
Die dabei ermittelten Aufstellungsfehler sind hier gezeigt:

    


Die Fehler sind:
  - Errmaz ist der Azimutfehler, die Abweichung zu Nord.
  - Errmel ist der Elevationsfehler, die Abweichung der Polhöhe.
  - Errmoa ist die Abweichung der opt. Achse zum rechten Winkel zur Deklinationsachse.
  - ErrFrq ist der Frequenzfehler als Faktor um auf die Soll-Nachführfrequenz zu kommen.
  - Stw0, Delta0 sind Offsetwerte für die Motoren (aus Initialisierung).
Diese im Super-Mode ermittelten Fehler können in der genutzten Teleskop-Datei eingetragen werden. Die Einheiten sind in Bogenminuten.
Hier ist ein Auszug aus dem Protokoll mit dem Ergenis einer SUPER-Fahrt mit 10 Sternen für die Aufstellung auf meinem Balkon.

Mit diesem Zusatzprogramm Click.exe als Konsole (Kommando click) kann über einen COM-Port eine DSR-Kamera ausgelöst werden.
Argumente sind die Dauer in Sekunden plus optional die Nummer des COM-Ports. Ohne die Port-Vorgabe wird der nächste freie Port genutzt.
Aufruf: click Sec Port. Ohne Argumente wird 0,5 Sekunden ausgelöst. Auf dem COM-Port wird RTS und DSR für die Dauer auf High gesetzt.
Mit dem Programm Sky wird der aktuelle Sternhimmel mit Sternbildern, Milchstraße, Initialisierungssternen, Messier-Objekte und Planeten (alles wählbar) dargestellt. Alle Objekte können für die Steuerung zum Anfahren ausgewählt werden.
Hinzugekommen sind hier noch Abschattungen. Das Programm kann auch autark laufen. Dies Bild zeigt die Abschattungen auf meinem Beobachtungs-Balkon:

    

Die Motoren werden über das LX200 Protokoll angesteuert. Kompatibel mit:

  - LittleFoot Vpower von Anand Rajiva (Seite nicht mehr erreichbar)
  - Arduino mit Stepper Motor Shield und Software dSPIN_TELESCOPE von Igor Vlasic
  - Anleitung zum Bau einer Arduino-Box, mit Teileliste bei Reichelt
  - FS2 von Michael Koch. Achtung: Die Fernrohrlage muss über die FS2 noch immer manuell umgesetzt werden.
  - andere Teleskope mit LX200 Protokoll..

  Zubehör
  - Schrittmotoren bei Oriental motor
  - Zahnriemen und Zahnscheiben Typen HTD 3M 1F mit 9mm Breite bei Mädler


Anmerkungen
Ich übernehme keine Haftung für Schäden an Fernrohren, Montierung und Zubehör welche sich durch fehlerhaftes Fahren der Montierung ergeben. Beim Positionieren des Fernrohres immer auf einen freien Schwenkbereich zu achten. Durch Fehlsteuerungen (falsche Lage) kann das Teleskop gegen die Säule oder Montierung gefahren werden.
Wenn dies Programm gefällt, so würde ich mich sehr über eine Spende freuen.
Diese kann hier leicht über PayPal erfolgen.

Downloads


Aktuelle Bahnelementedateien zum Ablegen in das Verzeichnis Objekte


Meine eigene Montierung

Ich selbst besitze eine NP Montierung, umgerüstet mit 2 Schrittmotoren Oriental PX245M-02A (400 Schritten). Das Bild zeigt die Montierung mit einem Refraktor 80/540mm (Selbstbau).

    

Der Antrieb erfolgt über Zahnriemen 9mm (Mädler) über ein Getriebe von 16 und 30 Zähnen. Daten:
Die Motoren laufen mit 128 Mikroschritten und können mit einer Geschwindigkeit von 200fach positioniert werden. Eine volle Umdrehung des Teleskopes dauert 7 min. Ansteuerung über einen Arduino UNO (mit Software von Igor Vlasic) mit Stepper Motor Shield, 12V. Steuerung über Windows-Software TELESKOP. Hier ein Beispiel zum Fahren (Simulation von t=03h00, Dekl=-20:00 zum Zenit und wieder zurück, in echter Geschwindigkeit):

Zum Starten auf das Bild klicken:


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